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Mittwoch, 20. Februar 2013

Und plötzlich ist es schon so weit

Wir befinden uns mittlerweile schon wieder mitten im zweiten Semester, Bücher werden mehr oder weniger fleißig gelesen und die ersten Essays vorbereitet. Immer wieder zwischendurch kommt aber dieser teils beängstigender Gedanke - das ist das letzte Semester überhaupt!
 
Die Dissertation - auf gehts ins Gefecht.
Wir haben zwar noch ein drittes Semester, aber in dem finden keine Vorlesungen mehr statt sondern ist nur für die Master Thesis da.
Die Dissertation. Ein ganz anderes Thema. Es ist schon furchteinflößend genug, wie schnell die Semester verfliegen, doch noch mehr beängstigend ist der Gedanke an die Dissertation. Naiv wie wir sind, haben wir alle gedacht, ach, das kommt im dritten Semester, das kommt ganz am Ende, darum müssen wir uns noch keine Gedanken machen. Aber Pustekuchen!
Bereits jetzt müssen wir einen detaillierten Forschungsplan erstellen - und zwar bis März!!! Abgabetermin ist in weniger als in einem Monat!!!
Bis dahin muss ich mich nicht nur für ein Thema entschieden haben, sondern muss den genauen Vorgang, den geplante Literaturüberblick, einen Zeitplan und natürlich die genauen Methoden etc. festgelegt haben. Ahhh!!!
 
Und der erste Kommentar unserer Dozentin dazu war: "Das ist kein langes Essay - das ist eine ausführliche Recherchearbeit, die sehr viel und intensive Arbeit benötigen wird. Sie sollten damit am besten heute noch anfangen". Tja, es geht ja schließlich auch nicht mehr um den Bachelor-, sondern um den Masterabschluss.
 
Mitte März fliege ich für die Osterferien nach Hause und ich kann es einerseits auch überhaupt gar nicht mehr abwarten. Andererseits ist dann genau die Hälfte des zweiten und letzten richtigen Semesters schon um und der Rechercheplan fällig. So beschreite ich also die letzten Wochen bis dahin mit einem sehr zwiegespaltenen Gefühl. Eines ist aber sicher: die Wochen werden garantiert schneller umgehen, als gedacht... 

Sonntag, 27. Januar 2013

Lang ist's schon wieder her - Weihnachten 2012

So komme ich nun also mal dazu, über unser Weihnachten zu schreiben. Meine Schwester kam  spät abends zwei Tage vor Weihnachten an. Ich war schon die ganzen Tage davor ziemlich hibbelig gewesen und konnte es dann auch kaum noch mehr erwarten.
An unserem ersten gemeinsamen Tag hatten wir dann eine kleine Stadtführung gemacht, ich hatte ihr den Campus gezeigt und ein wenig von der Innenstadt. Am Abend hatten wir uns dann daran gemacht, gemeinsam mit Rafael unser Wohnzimmer weihnachtlich zu gestalten. Sämtliche Lichterketten die wir hatten, wanderten an den Baum und an die Wände, der Tannenbaum wurde geschmückt und kreativ wie wir waren wurde aus Geschenkpapier eine Art Merry Christmas-Girlande für die eine leere Wand gebastelt. Besonders stolz waren wir auf den Einfall, die Engellichterkette in den Kamin zu hängen, das gab so schönes Licht :)


An unserem deutschen Weihnachtsmorgen haben wir zu allererst das Essen für abends vorbereitet, bevor es dann mit Kekse backen weiter ging. Rafael hatte noch nie zuvor Weihnachtskekse gebacken, was wir natürlich zugleich ändern mussten. Insbesondere von der Methode, ein eingemehltes Glas als Teigausroller-Ersatz zu nehmen, war er sehr begeistert (Neulich hatte er Pizza gebacken und da habe ich ihn dabei gesehen, wie er den Teig auch wieder mit dem Glas ausrollte. Da musste ich doch ein wenig schmunzeln).
Selbstredend wurden dabei Weihnachtslieder gehört, natürlich auch die Weihnachtsbäckerei. Auch von dem Lied war Rafael sehr angetan und jedes mal wenn an diesem Tag das Lied gespielt wurde rief er wieder ganz begeistert "Die Weihnachtsbäckerei!". Ich glaube das sind mitunter seine einzigen deutschen Wörter. Da haben wir aber ganze Arbeit geleistet...
 
Jennifer am kochen und rechts einen Teil des Essens abends als Buffet aufgetischt
Abends kamen dann noch sechs weitere Freunde, es wurde lustig gespeist, getrunken und als Highlight hatte natürlich auch jeder ein Geschenk für Secret Santa (Julclub) mitgebracht.
Besonders lustig war es, als Andri eine 'Sex and the City'-Bodylotion auspackte, der arme Kerl hat nicht einfach nicht so viel Glück bei Secret Santa. Bereits bei Saras Weihnachtsfeier hatte er eine Pfirsich-Bodylotion vom Body Shop bekommen ;)
Nachdem dann irendwann alle zu sich nach Hause aufgebrochen waren, hatten wir angefangen ein wenig aufzuräumen und haben dann noch mit Rafael und David im Wohnzimmer gesessen. Allerdings überkam meine Schwester und mich dann doch die Neugierde auf unsere Geschenke. Ursprünglich wollten wir sie ganz britisch erst am nächsten Morgen aufmachen, hatten uns dann aber doch umentschieden. Ins Bett gekuschelt wurde somit also der zweite Weihnachtsteil verbracht. Das wir nicht leugnen können, dass wir irgendwie verwandt sind, zeigte sich auch noch einmal darin, dass wir uns beide zufällig gegenseitig unter anderem eine Eulen-Kette geschenkt haben :)
Den nächsten Tag hatten wir dann erst einmal ausgiebig ausgeschlafen und als wir dann runter in die Küche kamen war doch tatsächlich alles blitzeblank aufgeräumt und sogar gewischt! Jennifer und ich hatten am Vortabend zwar schon einiges gemacht, dennoch war noch recht viel übrig gebliegen und da hatte Rafael doch glatt schon alles alleine fertig geputzt! Hach, solche Mitbewohner muss man haben :)
 
Den Rest des Tages haben wir drei dann im Wohnzimmer auf der Couch verbracht - mit einem Herr der Ringe-Marathon. Extended Version. Um und bei 11 Stunden am Stück. Den ersten Teil hatten wir bereits während dem Frühstück begonnen, während dem zweiten Teil muss ich zugeben bin ich kurz eingeschlafen und Abendessen gab es dann während dem dritten Teil. Der Marathon wurde nur kurz durch ein Skypedate mit unseren Eltern unterbrochen, aber ansonsten hatten wir es tatsächlich durchgezogen. Nicht wirklich etwas, worauf man unbedingt stolz sein kann, zum Schluss hatten wir auch nur noch weitergeguckt, da wir nicht kurz vor Ende abbrechen wollten. Generell kann ich euch aber sagen, auch wenn ich die Filme mag, elf Stunden am Stück sind dann doch zu lange! ;)
 

Samstag, 12. Januar 2013

An Tagen wie diesen

Seit Jennifer wieder nach Hause geflogen ist, bin ich eigentlich nur noch damit beschäftigt, etwas für die Uni zu tun, schließlich ist ja Prüfungsphase. Daher bin ich bis jetzt auch noch gar nicht dazu gekommen, mehr über unsere Ferien zu schreiben, dass kommt aber noch. Im Moment steht aber die Uni dermaßen im Mittelpunkt, dass ich erst einmal diesen Post hier einschiebe.
Was macht also ein typischer Student in der Prüfungsphase? Richtig, Essen und/oder Putzen. Da ich alles andere als typisch bin und bekannterweise weder Naschen so richtig etwas abgewinnen kann, noch Putzen besonders spaßig finde, habe ich gebastelt. Ha, ja richtig - ich habe gebastelt. Und nicht nur das, ich habe sogar den Entstehungsprozess festgehalten, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Ich bin von dem Ergebnis derart begeistert, dass ich glatt kurz überlegt hatte, das Studium zu schmeißen um Bastel-Queen zu werden!
Alles was der Studentenhaushalt zu bieten hat - ein bisschen Karton, Band und Papier
Papier festgeklebt, Bänder rangetackert und - tadaaa! Okay zugeben, der Prozess an welcher Stelle die Bänder befestigt werden sollen hat dann doch etwas länger gedauert.
Und schon habe ich einen wunderschönen Platz für all die Karten! Herrlich! Unser Wände sind übrigens sehr eigenartig, es hält nichts daran außer dieses kaugummiartige Klebezeug. Funktioniert super hierfür.




Seitdem wir außerdem Weihnachten Kekse gebacken hatten und ich seitdem Mehl, Zucker und so im Haus habe, habe ich auch angefangen, mich neuen Koch/Backmöglichkeiten zu widmen. Ich koche eigentlich tatsächlich immer nur ganz frisch, Fertiggerichte gibt es so gut wie nie (oh man, ich bin alles andere als ein typischer Student). Und ich koche immer komplett ohne Rezept. Immer. Auch wenn ich stets eine Engelsgeduld vorweisen kann, nicht so beim Kochen. Ich messe doch nicht erst ab - das wird alles aus dem Handgelenk und nach Augenmaß zusammengeschmissen. Meine Soßen habe ich mittlerweile schon ziemlich gut perfektioniert (und das trotz der so gut wie nicht vorhandenen Gewürze und Kräuter!). Allerdings ist das Verwenden von Mehl oder Milch, Zucker und Butter etc. dann doch noch mal etwas anderes. Meine allerersten allein gemachten Pfannkuchen waren zwar sehr gut, die FrenchToast hatten aber eindeutig zu viel Mich abbekommen. Vorhin habe ich den Pizzateig fürs Abendessen schon einmal vorbereitet und morgen werde ich mich vielleicht ans Brotbacken machen. Mal sehen wie das wird. Immerhin, das Brotbacken habe ich schon öfters erfolgreich gemacht. Man hat ja sonst nichts zu tun (in der Prüfungsphase).

Immerhin konnte ich gestern eines der Essays bereits einreichen (Deadline ist erst Montag, hach, bin ich vorbildlich!) und ich habe mich daher seit einer Woche mal so richtig wieder unter die Menschen gemischt. Jedenfalls äußerlich. Gut ich war mal Schwimmen und hatte mich zwischendurch auch mal mit Kommilitonen getroffen gehabt, aber das zählt nicht so richtig.
Also, da ich somit schon einmal in der Stadt war wollte ich direkt Geld für den neuen Monat von meinem deutschen auf das englische Bankkonto einzahlen. Da man normalerweise Gebühren zahlen muss, wenn ich das per Überweisung oder so mache, hebe ich daher erst Geld mit meiner deutschen Visa-Karte ab (das ist nämlich kostenlos), um dann das Geld auf mein hiesiges Konto wieder einzuzahlen. Am Rande erwähnt, ich müsste auch Gebühren zahlen, wenn ich normal an der Kasse mit meiner deutschen Visa-Karte hier zahlen würde, daher das ganze Theater.


Ich stehe also vor dem Bankautomaten, will das Geld abheben und stecke natürlich erst einmal die falsche Karte in den Automaten. Fehler entdeckt, richtige Karte reingesteckt - Pin inkorrekt. Okay, kann mal passieren, also noch einmal. Aber auch beim zweiten Mal - Pin inkorrekt. Da sich hinter mir mittlerweile eine Schlage gebildet hatte und ich einen dritten Fehlversuch nicht riskieren wollte, habe ich erst einmal Platz gemacht. 
Eigentlich bin ich mit meiner Gedächtnisleistung mehr als zufrieden,  aber bei Zahlen hört es auf. Telefonnummern? Postleitzahlen? Geburtstage? Sogar meine eigene Handynummer? - Stets in den Tiefen meiner Gehirnwindungen verschwunden. Daher bin ich für solche Fälle vorbereitet und habe den Pin verschlüsselt in meinem Handy eingespeichert.
Es stellte sich also heraus, dass der Pin durchaus richtig war, allerdings für meine deutsche EC- und nicht Visa-Karte. Alles gut, somit kam ich also dann doch noch zu meinem Geld. Dann wollte ich das Geld einzahlen, was passiert - Pin inkorrekt! Ist euch mal aufgefallen, dass je mehr man insbesondere über Zahlenpasswörter nachdenkt, sie umso mehr verschwimmen? Die nette Frau hinterm Schalter hat letztenendes dann mein Geld entgegengenommen und alles hat noch geklappt. Aber- oh man - Fazit des Tages: in der Prüfunsphase ist der Kopf gefüllt mit anderen Dingen und man sollte sich in dieser Zeit nicht in den Alltag wagen. Ein Wunder, dass ich nach Hause gefunden hatte!

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Ein bisschen Socialising...

Christmas Social an der Uni
 
Letzte Woche Freitag hatten wir zum Abschluss des Semesters und wegen Weihnachten und so abends ein kleines get together unseres Studiengangs an der Uni. Da allerdings wirklich ein super schlechtes Wetter war und viele Studenten bereits schon abgereist waren, waren wir nicht wirklich viele. Schätzungsweise nur um die 20 von insgesamt vielleicht 170 Studenten. Trotzdem war es nicht minder spaßig :)
 
ganz rechts ist übrigens Liviu,  Leiter der School of Arts and Culture
Die Bilder stammen übrigens alle von Pranjal

Christmas Party at Sara's
 
Direkt danach sind einige von uns zu Sara, die zu einer kleinen Weihnachtsfeier inklusive Secret Santa (Julclub) zu sich eingeladen hatte. Leider wusste keiner so genau den Weg, bis auf Pranjal (auf dem Foto links in der Mitte). Wie sich dann jedoch herausstellte, wusste er es aber doch nicht mehr so genau. So kam es, dass wir mit 6-7 Personen irgendwo im Regen im Dunkeln standen und nicht mehr wussten wohin. Irgendwer kam dann auf die glorreiche Idee, Sara doch mal anzurufen und nachzufragen, wo sie den überhaupt wohne. Gleich hinterher rief dann der nächste 'gib Michelle das Telefon, die hat den Überblick' - haha, ahja, bei meinem super Orientierungssinn. 
Als ich jedoch Sara die Straße nannten, wo wir gerade waren, kam dann nur zurück, ehh, keine Ahnung wo ihr seid. Während daraufhin die meisten versuchten, mit ihren Smartphone den Weg herauszufinden, bin ich mit Toni (linkes Bild, rechts) losgestiefelt, haben die erst besten nach dem Weg gefragt und konnten die anderen innerhalb fünf Minuten zum geglaubten Haus führen. Ein hoch auf die altmodische Art und Weise!
Lustigerweise waren wir uns auf einmal alle dann nicht so unsicher, ob es wirklich das richtige Haus ist, weil wir gar keine Musik hörten und alles so still war. Das muss ein sehr lustiges Bild abgegeben haben: wir standen also mit alle Mann um die Haustür herum, bis einer also Sara noch einmal angerufen und nachgefragt hat, ob sie denn mal bitte die Tür aufmachen könne, da wir uns nicht trauten zu klingeln. Glücklicherweise Natürlich waren wir aber richtig (ich hatte ja schließlich die Führung übernommen :P ).
 
Es weihnachtet sehr! - Vicki vor dem Weihnachtsbaum
Andy und ich

Falls Ihr Euch fragt, was Andy und Pranjal und die ganzen anderen (verschwunden im Hintergrund) da im letzten Foto machen - sie tanzen den Oppan Gangnam Style. Ist doch ganz klar zu erkennen?!
Ich habe dazu auch Videos, aber ich glaube wenn ich das hier posten würde, dann hätte ich ein paar Freunde weniger und Klagen am Hals. Es war auf jedenfall ein sehr, sehr lustiger Anblick.
Falls einige von Euch damit nichts anfangen können, folgend das Original Video:

Auf ins Newcastle-Nachtleben
 
Direkt am nächsten Abend (hey, war schließlich Ferienanfang) bin ich dann mit Vicki und Anna abends noch ausgegangen. Das, was man so an Vorurteilen und Vorstellungen von dem englischen Nachtleben vor allem hier in Newcastle hat - sie stimmen alle. Die letzten Male war ich immer bei Veranstaltungen von der Uni aus und das zählt ja irgendwie nicht richtig. Dieses Mal habe ich also wirklich das komplett pure Newcastle erleben dürfen. Halbnackte, komplett betrunkene Menschen überall. Es hatte übrigens um die 3 Grad.
 
Vorher allerdings bin ich noch mit zu Vicki, haben Abend gegessen und uns zusammen fertig gemacht. So richtig schön mädchig halt, mit gegenseitigen Haare machen und Kleider durchprobieren :P
Auf ging es dann mit dem Bus in die Innenstadt, wo wir uns erst mit ein paar Freunden von Vicki getroffen hatten. Da connections schließlich alles sind, und Vicki gefühlt jeden kennt, sind wir dann vorbei an der Schlange direkt in die Bar gegangen. Als Anna uns dann textete, dass sie in Newcastle angekommen sind, sind wir dann los zum Club. Glücklicherweise kannt Vicki auch dort welche, sodass wir alle (wir waren 8-9 Leute) umsonst reingekommen sind (normalerweise kostet der Eintritt dort 6 oder 7 Pfund). Sehr, sehr vorteilhaft :)
 
Der Abend war sehr schön, einzig der Rückweg war so richtig nervig. Vicki und ich hatten den Fehler gemacht, kein Taxi vorbestellt zu haben. Und trotz, dass wir vor Ende nach Hause wollten (Erinnerung, normalerweise ist hier um drei Schluss, man fängt halt hier tatsächlich früher an), war es so gut wie unmöglich ein Taxi (bzw. eigentlich zwei, sie wohnt in die entgegengesetzte Richtung) zu bekommen. Vicki hat gefühlt alle Taxiunternehmen der Stadt angerufen, bis wir dann endlich die Antwort hatten, ja wir kommen in vierzig Minuten. So sind wir erst einmal etwas essen gegangen. Es war so voll überall, man hätte wirklich meinen können es sei mitten am Tag und alle versuchen verzweifelt die letzten Weihnachtsgeschenke zu besorgen.
Aus den vierzig Minuten wurde dann eine Stunde und als wir noch einmal durchgeklingelt hatten wurde uns dann gesagt, ja, das eine Taxi wäre schon dagewesen, wir aber angeblich nicht. Klar doch. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann das zweite Taxi und wir sind dann erst zu mir und Vicki dann weiter zu sich gefahren. Lektion gelernt, Taxi immer vorbestellen.
Ansonsten war der Abend aber wirklich sehr schön :)
Woran erkennt man auf den ersten Blick, dass ich keine Geordie bin? - Richtig, ich trage eine "Jacke"
 

Samstag, 1. Dezember 2012

Ein wandelnder Burrito

Advent, Advent...

Okay, zugeben, heute brennt noch kein Lichtlein. Allerdings ist heute der erste Dezember und somit durfte ich heute morgen das erste Türchen am Adventskalender öffnen. Nun ja, nicht ganz, da es dieses Jahr ein Teekalender ist, ist die Sache mit der Tür eher rhetorisch gemeint. Ich gehöre nämlich zu der seltenen Spezies, die mit Schokolade nicht ganz so viel anfangen kann. Sehr zur Freude meiner Mutter, die sich daher jedes Jahr wieder den Kopf über den Inhalt des Kalenders zerbrechen muss. Ja muss, denn ihrer Meinung nach bin ich alt genug und brauche keinen selbstgebastelten Kalender mehr. Selbstredend ist man aber natürlich nie zu alt für einen Kalender, schon gar nicht für einen selbst zusammengestellten. So wanderte nun also Jahr für Jahr ein Päckchen nicht nur nach Salzgitter, Hamburg oder Kanada, sondern dieses Jahr eben auch nach England. Ein großes Danke an dieser Stelle noch einmal, die Weihnachtszeit wäre ohne den Kalender einfach keine Weihnachtszeit! Und tut mir leid, so schnell werde ich darauf nun bestimmt nicht verzichten :)

Der Heizungs"krieg"

Vor kurzem flatterte unsere erste Strom- und Gasrechnung in den Briefkasten und, was soll man sagen, sie fiel natürlich viel höher aus als erwartet und insbesondere R. viel aus allen Wolken. Zusätzlich kam kurz vorher diese Woche auch noch der Landlord zu einem Kontrollbesuch vorbei und hat unsere Panik angekurbelt, dass zwei-drei Stunden heizen am Tag vollkommen ausreichend sei, da ja Gas so teuer wäre (wirklich?!). Leider haben sich die Kosten dann ja tatsächlich bestätigt. Allerdings bin ich seit seinem Besuch und der dahergehenden Abänderung unserer Heizungspolitik ein wandelnder Burrito, der bis zu acht Tassen Tee am Tag trinkt. Ungelogen. Stellt euch den Spaß vor, der mit dem andauernden aufs Klo gerenne einhergeht...
 
Als ich heute morgen in die Küche kam und dann sogar meinen Atem sehen konnte war allerdings der Spaß endgültig vorbei. Und ich habe die Heizung wieder angedreht-für den ganzen Tag. Meiner Logik nach macht es einfach mehr Sinn, die Heizung immer an zu haben, aber auf einem niedrigen Level, als drei Stunden am Tag volle Power. Und trotz des Spaßes den ich dabei habe, auszuprobieren, wie viele Kleidungsstücke man eigentlich auf einmal anziehen kann, haben Chris und ich uns nun zusammengeschlossen und wollen mit R. morgen mal Klartext reden.
Er ist nämlich absolut dagegen, die Heizung immer anzuhaben. Ich habe so eine leise Vermutung, dass sein Wärmeempfinden nicht ganz funktioniert, denn als ich ihn heute morgen in der Küche traf, war er in T-Shirt und war irriert als ich ihn fragte, ob er nicht friere...Nun gut, ich bin ein Mädchen und ich friere leicht, ich gebe es zu, aber ist sichtbarer Atem nicht doch ein Zeichen dafür, dass ich ausnahmsweise mal in dieser Sache nicht übertreibe?! Und so nebenbei bemerkt, hatte ich erwähnt dass es gestern wieder geschneit hat und das die Höchsttemperaturen momentan bei 2 Grad liegen?
 
Richtiges Texten und Kommunizieren
 
Mir ist aufgefallen, dass seit ich hier bin, sich die durchschnittliche Anzahl meiner SMS (ja, ich gehöre noch zu denen die SMS schreiben, denn haltet euch fest, ich besitze noch kein Smartphone) ziemlich erhöht hat. Genauso bin ich bei facebook viel aktiver. Man kommuniziert nun mal über alles und jeden und zwar immer. 
DIE Giraffe
Neulich saßen wir zum Beispiel in der Vorlesung als Anna mir ihr Smartphone hinschob und mir eine Nachricht von Rosie zeigte, die, wie soll es anders sein, natürlich direkt hinter uns saß. Der Inhalt - überlebenswichtig. Es ging um die Giraffe, die ich an den Rand meines Notizblocks gekritzelt hatte, als ich gerade versuchte ohne Kaffee (ich war zu spät dran) meine Gedanken zur jüngst vorgestellten Medientheorie zu ordnen. Rosie fand nun diese Giraffe so süß, dass sie auch gleich eine gemalt hatte (samt des Baumes) und nun fragte, ob das auch okay sei oder ob das nun als Plagiat gelte (großes Thema hier an der Universität).
 
Um sich nun angemessen beim Texten zu verhalten, gilt es einiges zu beachten. Smileys werden eher selten benutzt und nur, wenn es unabdingbar für das richtige Verständis der Nachricht ist. Eher eignet sich ein 'haha' oder 'ein hehe', dessen Benutzung in Bezug auf den Kontext jedoch lieber nicht zu verwechseln ist. Hinter jeder Nachricht sollte des Weiteren einige 'x' zum Abschied platziert werden, wobei die Anzahl und Benutzung jedoch stark vom Empfänger abhängt. Bei männlichen Adressaten ist 'x' eher mit Vorsicht zu gebrauchen.
Beim mündlichen Kommunizieren ist es nie verkehrt, mit einem "fair enough" zu reagieren und zu meinem absoluten Lieblingswort hat sich "though" entwickelt. Es passt einfach immer perfekt ans Ende eines Satzes. Stets beliebt ist auch ein " I can't be bothered to xyz.."
 
Planking ist ja sowas von gestern!
 
Wer bereits das Planking (das wie ein Brett hinlegen und sich fotografieren lassen Internetphänomen) als überaus originell und spannend empfunden hat, wird von dem neusten Trend, dem Milking, erst recht begeistert sein.
 
Manche Trends muss man einfach nicht verstehen. Das einzig wirklich interessante an dem Video ist, dass Ihr sehen könnt, wo ich immer einkaufe :P
 
 
 

Sonntag, 25. November 2012

Eindrücke aus Newcastle

Hier ein paar Bilder von Newcastle, die ich mal an einem Sonntag gemacht habe. Ist schon ein wenig her, aber besser spät als nie :)
  
Die letzten Bilder wurden an der Quayside an einem anderen Tag aufgenommen und mit meiner Handykamera. Daher ist die Qualität leider nicht ganz so gut.